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Essigälchen im Kombucha? Das ist zu tun!

Wenn Du das erste Mal von Essigälchen in Kombucha hörst, kann das ganz schön nervenaufreibend sein. „Aale? In meinem Kombucha???!“ Du beginnst dann eventuell auch, Deinen Kombucha übermäßig auf Älchen zu überprüfen und Deine bereits fertigen Kombucha-Ansätze zu hinterfragen.

Auch wenn der Gedanke daran unappetitlich ist, ist das noch lange kein Grund für Panik! Essigälchen sind ganz natürlich, harmlos und in gut und hygienisch hergestelltem Kombucha sehr unwahrscheinlich.

Wir wollen Dir nun ein wenig die Angst/Sorge vor diesen kleinen Kriechdingern nehmen und Dir zeigen, wie Du Kombucha gut zubereitest, ohne auch nur ein einziges Mal Essigälchen im Kombucha zu finden.

Was genau sind Essigälchen?

Eigentlich sind es keine Aale, sondern sogenannte Rundwürmer. Turbatrix aceti ist ein nicht-parasitärer Nematode, der häufig in rohem (unpasteurisiertem) Essig gefunden werden kann. Sie sehen aus wie kleine Würmer und werden etwa 2mm lang.

In vielen Fällen liegen sie dann in kleinen Bündeln vor, die etwa 1cm unter der Oberfläche schwimmen, wo sie am meisten Sauerstoff vorfinden. Die amerikanische Lebensmittelsicherheits-Behörde FDA gibt an, dass diese Würmer Teil der Essigherstellung sind, und damit ungefährlich.

Fun Fact: Diese kleinen Würmer werden sogar kommerziell gezüchtet und zwar als proteinreicher Snack für Fischfutter!

Wie kommen die Essigwürmer in meinen Kombucha?

Essigälchen kommen in rohem Essig vor – das ist einfach so. Besonders, wenn der Essig schon etwas älter ist, schlüpfen und wachsen sie. Da eigentlich jede gezuckerte Flüssigkeit irgendwann zu Essig werden kann, wenn Sauerstoff darauf trifft, ist auch saurer Kombucha ein Kandidat, von Essigälchen heimgesucht zu werden.

Zum Glück ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie in Deinem Kombucha landen, recht gering. Es gibt nur wenige Wege, wie sie dort hineingelangen können:

  1. Du hast versehentlich einen Roh-Essig verwendet, um den Kombucha anzusäuern oder die Fermentation zu beschleunigen.
  2. Du benutzt einen SCOBY, der zuvor bereits von Essigälchen befallen war und diese nun übertragen wurden.

Besonders häufig: Roher Apfelessig. Fazit hier: Roher Apfelessig ist nicht geeignet, um Kombucha zugefügt zu werden.

Wie finde ich heraus, ob in meinem Kombucha Essigälchen sind?

Wenn Du diese kleinen Würmchen verdächtigst, Deinen geliebten Kombucha heimzusuchen, dann suche am besten mit Deinem Ferment einen dunklen Raum auf oder stelle ihn in einen dunklen Karton.

Scheine dann mit einer Taschenlampe seitlich durch das Glas. Wenn sich dort Essigälchen tummeln, werden sie sich auf das Licht bzw. den Lichtkegel zubewegen.

Falls doch mal etwas schief läuft oder ein Älchen verschluckt werden sollte:

Kann man Essigälchen essen? Was passiert wenn ich versehentlich einen verschlucke?

Essigälchen sind keine Parasiten und werden Dir nicht schaden. Zum Großteil verenden sie in der Magensäure, der Rest hält sich nicht unnötig lange im Darm auf und verlässt Deinen Körper nach ein paar Tagen so, wie er ihn vorgefunden hat. Er verweilt nicht im Darm, er legt keine Eier, nichts. Keine Gefahr.

Was ist zu tun, wenn ich Essigälchen in meinem Kombucha habe?

Schritt 1: Alles wegschmeißen

Solltest Du Essigälchen in Deinem Kombucha entdecken, empfehlen wir Dir, alles wegzuschütten, zu säubern und noch einmal von vorne zu beginnen.

Diese kleinen Biester sind sehr hartnäckig und lassen sich nicht so einfach wie Fliegenlarven herausspülen. Diese Älchen hier nisten sich gerne im SCOBY ein, und da sind sie nur schwer wieder zu entfernen.

Also alles weg: Flüssigkeit, SCOBY – und den Rest schön sauber machen.

Viele Kombucha-Brauer lassen sich von den Essigälchen nicht verrückt machen und filtern den fertigen Kombucha durch ein Mulltuch oder ein Käsetuch. Und trinken ihn trotzdem. Wir empfehlen dennoch, dass Du die hygienischste Lösung nimmst und nochmal von vorne beginnst.

Schritt 2: Putzen, Putzen, Putzen!

Danach putze all Dein Kombucha Equipment sehr ausgiebig mit regulärer Seife (keine antibakterielle Seife), überbrühe es noch einmal mit heißem Wasser und wasche es am Ende noch einmal mit destilliertem Weißweinessig.

Sofern Du keine Einweckgläser verwendest: Wasche die Glasgefäße nicht mit kochendem Wasser aus, andernfalls riskierst Du Risse im Glas.

Wie verhindere ich Essigälchen in meinem Kombucha?

Die meisten genannten Methoden, um die Essigälchen loszuwerden, sind sehr rigoros und schädigen den SCOBY – also bitte nicht bei gesundem Kombucha anwenden.

Die beste Methode, um Essigälchen wieder loszuwerden, ist die, alles dafür zu tun, dass sie gar nicht erst auftreten können. Hier sind ein paar Wege, um das zu schaffen.

  1. Säuere Deinen Kombucha lieber mit mehr Starterflüssigkeit an anstelle von Essig. Gereifter Kombucha, der etwas stärker und saurer schmeckt, ist da die ideale Lösung.
  2. Verwende als Zutat in Kombucha Rezepten, sofern angegeben, nur destillierten Weißweinessig, keinen rohen und un-pasteurisierten Essig wie rohen Apfelessig.
  3. Gerüchten zufolge können Fruchtfliegen Eier von Essigälchen in den Kombucha bringen, also stelle sicher, dass sich auch keine Fruchtfliegen im Kombucha widerfinden können. Soll heißen: Alles immer gut ausspülen, eine gute Abdeckung, und diese gut mit einem Gummi fixieren.
  4. Stelle sicher, dass der SCOBY, den Du verwendest, von einem guten Anbieter kommt, der Dir garantieren kann, dass keine Älchen enthalten sind. Das ist ein paar Euro teurer, als einen SCOBY von einem anderen Kombucha-Brauer zu bekommen, aber sicherlich die beste Lösung.
  5. Im Fairment-Onlineshop findest Du SCOBY’s in Bio-Qualität, quicklebendig und in Rohkost-Qualität, ohne Essigälchen. Wir können Dir garantieren, dass Dich diese kleinen Plagegeister nicht behelligen werden.

Fazit – Essigälchen erkennen und wieder loswerden

Essigälchen sind nichts, wovor Du Dich fürchten solltest, wenn Du Kombucha brauen möchtest. Wenn der SCOBY, den Du bekommst, sicher und sauber ist, und Du nur destillierten Weißweinessig verwendest, hast Du nichts zu befürchten!

 

  1. Chakravorty, Somnath; Bhattacharya, Semantee; Chatzinotas, Antonis; Chakraborty, Writachit; Bhattacharya, Debanjana; Gachhui, Ratan (2016): Kombucha tea fermentation: Microbial and biochemical dynamics. In: International Journal of Food Microbiology 220, S. 63–72. DOI: 10.1016/j.ijfoodmicro.2015.12.015.
  2. Dufresne, C.; Farnworth, E. (2000): Tea, Kombucha, and health: a review. In: Food Research International 33 (6), S. 409–421. DOI: 10.1016/S0963-9969(00)00067-3.

 

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