Wer heutztage Kombucha kaufen möchte, muss immer noch ein weiten Weg zurück legen. Die wenigsten Geschäfte bieten unpasturisierten Kombucha an. Mit unseren Einkaufsführer lernst du worauf du beim Kauf achten musst, um echten Kombucha zu erwerben.

Kombucha tauchte das erste Mal 221 vor Christus in der Literatur der Chinesischen Traditionellen Medizin auf.

Vor dem 2. Weltkrieg hatte so gut wie jede Bauernfamilie Kombucha bei sich in der Küche oder Kammer stehen. Einerseits wusste man, dass dieses Wundersame Getränk eine besonders gute Wirkung auf den Körper hatte, andererseits wusste man es für seine Fähigkeit zu schätzen, Lebensmittel sicher und haltbar zu machen.

Holte man beispielsweise Wasser vom Brunnen, so konnte man es mit etwas Kombucha vermengen und einfach stehen lassen, ohne Angst haben zu müssen, dass es schlecht wurde.

Seit über 20 Jahren kann man Kombucha bereits in Amerika kaufen. Seitdem erfreut sich dieser fermentierte Tee an einem unfassbaren Wachstum und stetig steigender Beliebtheit. Auch kommen immer mehr Studien zu Kombucha heraus, die die Vermutungen seiner positiven Wirkung auf den Körper stärken und beweisen.

Schon lange gibt es auch auf dem deutschen Markt Kombucha zu kaufen. Während der Kombucha in den USA jedoch einer Art Reinheitsgebot unterliegt, wie hierzulande auch das Bier oder Wein, entspricht Kombucha in Deutschland leider nicht immer der Qualität, der er sollte.

Bis 2016 gab es im Handel in Deutschland keinen Kombucha zu kaufen, der nach US-Standards auch als Kombucha deklariert worden wäre. Deutsche Urgroßmütter hätten sich bei diesem als Kombucha bezeichneten Getränk im Grabe umgedreht, das es nichts mit dem zu tun hat, was das fermentierte Teegetränk zu dem macht was es ist.

Folgende Qualitätsunterschiede sind beim Kauf von Kombucha zu beachten:

1) Rohkostqualität:

Achte darauf, dass auf der Flasche deutlich deklariert wird, dass es sich bei dem Getränk um Rohkost handelt, bzw. das Getränk mit “nicht pasteurisiert” beworben wird. Steht dies nicht auf der Flasche, so kannst du dir sicher sein, dass das Getränk pasteurisiert ist.

Bei der Pasteurisation wird das Getränk erhitzt um es haltbar zu machen. So kann die Flasche statt im Kühlregal (wo Kombucha stehen sollte) auch im normalen Regal stehen, ohne ihren Geschmack zu verändern. Das ist zwar praktisch für den Hersteller, jedoch führt es den Konsumenten in die Irre, da der Kombucha nun die tollen Vitalstoffe verloren hat.

Bei dem Erhitzungsprozess sterben die guten Bakterien, Hefen und aktiven Enzyme ab. Die positive Wirkung auf den Darm geht somit verloren. Zurück bleibt ein zuckerwasser-ähnliches Getränk, was sicherlich nicht gesund ist, sondern eher den gegenteiligen Effekt herbei führt.

So kannst du testen, ob es sich um echten Kombucha handelt:

Kippe etwas Kombucha in ein Glas und bedecke dieses mit einem Tuch, was du mit einem Gummi sicherst, so dass keine Fruchtfliegen an den Kombucha kommen. Nun lasse das Glas bei mindestens 22 Grad Zimmertemperatur an einem dunklen Ort (keine Sonne und nicht viel künstliches Licht) und nicht neben einer Pflanze (wegen Schimmelsporen, die über die Luft übertragen werden können) für mindestens 7 Tage stehen.

Hat sich nach dieser Zeit an der Oberfläche ein Teepilz gebildet, so ist es echter Kombucha. Ist nichts passiert, so ist es kein echter Kombucha.

2) Bio Qualität:

Ist keine Biozertifizierung vorhanden, so wurden die Grundstoffe des Kombuchas, wie z.B der Tee und Zucker des Teepilzes mit ziemlicher Sicherheit mit Herbiziden, Pestiziden und anderen Substanzen behandelt.

Es ist in der Öffentlichkeit recht unbekannt, doch Agrarkonzerne setzen oft auch Bakteriozide (wie z.B. Glyphosat) ein, die die wertvollen Bakterien im Boden töten. Da es sich bei Kombucha um eine lebendige Symbiose aus Hefen und Bakterien handelt, kannst du dir sicher vorstellen, dass es zu Problemen kommen kann, wenn diese Bakteriozide noch auf dem Tee oder Zucker vorhanden sind, mit dem der Tee fermentiert wurde.

Sterben die Bakterien nämlich, so ist es kein echter Kombucha mehr.

3) Wasserqualität:

Wasser ist die Basis allen Lebens und auch die Basis von Kombucha. Das Wasser sollte alle wichtigen Mineralien und Spurenelemente aufweisen, die auch in der Natur vorkommen. Fremdstoffe, wie z.b. Hormone, Fekalien, Fluorid, etc. sollten rausgefiltert worden sein, um die Basis für die optimale Nährlösung des Teepilzes während der Fermentation zu bilden.

Auch sollten die Moleküle des Wassers, was verwendet wird, eine hexagonale Anordnung haben, wie sie natürlicherweise in der Natur vorkommt. Um dies zu gewährleisten, sollte für die Produktion von Kombucha ausschließlich gefiltertes und vitalisiertes Wasser genutzt worden sein.

Oft finden sich bei der Recherche im Internet Informationen über die Herstellung und welches Wasser verwendet wurde. Sind diese nicht aufzufinden, so kannst du davon ausgehen, dass bei der Qualitöt des Wassers für eine schnellere und billigere Produktion Abstriche gemacht wurden.

4) Wenig Zucker:

Kombucha enthält von Natur aus nur noch wenig Zucker. Viele Menschen haben Angst ihrer Gesundheit zu schaden, sobald sie auch nur etwas Zucker in einem Getränk auffinden können.

Der Zucker ist jedoch nicht für den Menschen gedacht, der ihn am Ende konsumiert, sondern eine wichtige Nährquelle für den Teepilz, um die Vitalstoffe zu bilden, die echten Kombucha ausmachen.

Auch wirken die Säuren, die in echtem Kombucha vorhanden sind regulierend auf den Blutzuckerspiegel und nehmen so dem Zucker seine negativen Auswirkungen auf den Körper. Aber Achtung: Ist es kein echter Kombucha, finden sich auch die Säuren nicht.

Und selbst in fertigem Kombucha sollte nicht allzu viel Zucker übrig sein. Am Geschmack oder auf dem Etikett der Flasche kannst du feststellen, wie viel Zucker in etwas noch im Kombucha vorhanden ist.

Unsere Empfehlung ist: Ein Wert von 7g / 100ml Kombucha sollte nicht überschritten werden. Fruchtsäfte können den Zuckergehalt natürlich auch nach oben Treiben

5) Dunkle Flaschen:

Dunkle Flaschen gewährleisten, dass die lebendigen Mikroorganismen in der Flasche lebendig bleiben. Sonnenlicht und auch zu viel künstliches Licht können der Kultur schaden und die Mikroorganismen abtöten. Unter einem Mikroskop kannst du bei echtem Kombucha feststellen, ob die Mikroorganismen noch aktiv sind und sich bewegen.

 6) Flaschen aus Glas:

Sind die Flaschen aus Glas, so fühlt sich die Kultur wohl. Generell sollte die Kombucha Kultur vor allem wegen seiner Säuren nie in billigen Plastikfalschen aufbewahrt werden, da hier schädliche Stoffe aus dem Plastik in das Getränk austreten können.

7) Geschmacksrichtung:

Stehen beispielsweise nur Kombucha Extrakte auf der Zutatenliste, so kannst du dir sicher sein, dass es bei dem Tee, den du trinkst nie einen Fermentationsprozess gegeben hat. Hier sind keine lebendigen Bakterien, Hefen oder aktiven Enzyme vorhanden.

Gewürz- oder Kräuterextrakte sind recht unproblematisch, jedoch sind Kräuterteeaufgüsse oder echte Gewürze natürlicher und dadurch besser, da hier auf jeden Fall gewährleistet ist, dass diese ihre positiven Eigenschaften auf den Körper beibehalten.

Säfte, die hinzugesetzt wurden, können verschiedene Qualität aufweisen. Hier chronologisch von oben nach unten aufgelistet, welche Säfte am besten sind:

  1. Cold Pressed Juices (kaltgepresste Säfte)
  2. Normaler Saft
  3. Saftkonzentrat

8) Zusatzstoffe:

Dem Kombucha sollten Keine Aromen zugefügt worden sein. Traurig aber wahr: Auch “natürliche Aromen” können im Labor extrahiert worden sein und nichts mit dem ursprünglichen Produkt zu tun haben.

Ein Beispiel hierfür ist beispielsweise Vanillearoma, ein Sekret aus den Drüsensäcken des Biebers sein kann. Da es kaum Studien zu dem Thema in Verbindung mit Kombucha gibt, empfehlen wir, auf Aromen jeglicher Art zu verzichten.

9) Gibt es Empfehlungen von Leuten:

Schau doch am besten mal im Internet, wie der Kombucha von anderen Leuten bewertet wird und was ihre Meinung dazu ist. Haben viele Leute den Kombucha für als gut befunden, dann ist der Anbieter vertrauenswürdig.

Eine Amazon Bewertung sagt viel aus, da nur wenig Leute sich die Mühe machen, Bewertungen zu hinterlassen. Oft sind diese Leute dann entweder sehr enttäuscht oder besonders glücklich mit ihrem Kauf.

Fazit:

Echter Kombucha ist in Deutschland leider nur selten zu finden. Handelt es sich um echten Kombucha, so steht er in einem Kühlregal und verändert nach einiger Zeit den Geschmack und entwickelt im Getränk mehr Kohlensäure (verschlossen in der flasche), wenn er bei Zimmertemperatur stehen gelassen wird. Auch bildet sich in echtem, besonders vitalem Kombucha schnell ein Teepilz.

Echter Kombucha von guter Qualität ist teurer und kann entweder online über: www.amazon.de

oder im Handel bezogen werden: www.fairment.de